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Captain Subtext
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Beitragvon Captain Subtext » Dienstag 23. Dezember 2014, 15:01

Theraphosinae spec. Panama
tspecPanama2.jpg
0.1 T. spec. Panama
Erstbeschreibung:
Unbeschriebene Art und Gattung.

Herkunft:
Panama (der genaue Fundort wird zum Schutz geheim gehalten)

Lebensweise:
bodenbewohnend

Natürliches Habitat:
Die spärliche Informationslage lässt ein Regenwald ähnliches oder nahes Habitat vermuten.

Körperlänge:
Weibchen ?, Männchen ?

Besonderheiten im Verhalten:
Neigt bei Bedrohung zu Flucht und zeigt selten bis nie Drohen oder Bombardieren. Allerdings reagiert sie relativ häufig auf Bewegungen im Terrarium wie zum Beispiel gesprühtes Wasser. Arbeiten im Terrarium sollten zunächst zur besseren Einschätzung mit Pinzette durchgeführt werden.

Temperatur:
Zimmertemperatur (20 - 25°C)

Luftfeuchtigkeit/Bodenbeschaffenheit:
70-80%/Boden durch Gießen leicht feucht halten. Trockenzeit von Januar bis April möglicherweise in Betracht ziehen.

Klima:
Da der Fundort unbekannt ist, lässt sich zum Klima keine genaue Angabe machen. Von Andreas Stirm konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die Temperaturen im Habitat das Jahr über um 25°C schwankt und das Klima durchgehend leicht feucht sowie Panama Stadt als Vergleich geeignet sei.
Siehe: Klima Panama Stadt
Bild (Quelle: http://www.wetterkontor.de)

Erfahrungen im Terrarium:
Normale Zimmertemperatur bis 25° sowie eine durchgehend feuchte Haltung wird gut angenommen.

Verpaarung/Zucht:
Vielleicht ist der Wechsel von Trocken- zu Regenzeit ähnlich wie bei vielen Poecilotherien das Signal zum Kokonbau. Der Verpaarung müsste also eine simulierte TZ folgen, um durch Erhöhung der Feuchtigkeit das Weibchen zum Kokonbau anzuregen.

Aufzucht Spinnlinge:
-

Anmerkungen:
-

Bilder vom Tier:
-

Habitatbilder:
-

Links:
Diskussion zur Haltung

Literatur:
-

Die Haltungsangaben basieren auf den Erfahrungen von Mr_Frosch sowie der Korrespondenz mit Andreas Stirm. Vielen Dank an beide (Mr_Frosch noch für das Foto)!

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Mr__Frosch
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Beitragvon Mr__Frosch » Mittwoch 7. Oktober 2015, 19:49

Theraphosinae spec. Panama

Bild
0.1 Theraphosinae spec. Panama, adult

Erstbeschreibung:
Unbeschriebene Gattung und Art

Herkunft:
Panama, exakte Fundorte liegen nicht vor. Vermutungen zufolge stammt die Art aus dem Tiefland.

Lebensweise:
bodenbewohnend

Natürliches Habitat:
Die Art stammt sehr wahrscheinlich aus dem Tiefland Panamas. Panama liegt komplett zwischen 7° und 9° nördlicher Breite im Grasnetz, somit in der tropischen Klimazone. Die unberührten Tieflandareale sind geprägt durch eine üppige Regenwaldvegetation.

Körperlänge:
Weibchen 3,5cm - 4cm, Männchen 3cm

Besonderheiten im Verhalten:
Weder spinnt noch gräbt diese Art sonderlich viel. Sie ist oft außerhalb des Baus zu sehen und reagiert auf die kleinsten Bewegungen im Terrarium (z.B. Futtertiere). DIe Art zeigt eher ein defensives Verhalten und zieht sich bei Bedrohung rasch in den Bau zurück. Jungtiere sind sehr flink.

Temperatur:
Die Temperaturen schwanken im natürlichen Habitat ganzjährig um die 30°C. in den Bodennahen Gegenden der Regenwälder kann man jedoch von niedrigeren Temperaturen ausgehen. In der Terrarienhaltung werden 25°C sehr gut angenommen, ebenso wie Zimmertemperatur.

Luftfeuchtigkeit/Bodenbeschaffenheit:
Ein Feuchtigkeitstief liegt im Januar bis März vor. Der Bodengrund kann in dieser Zeit teilweise abtrocknen, sollte jedoch um den Bau leicht feucht gehalten werden. ansonsten kann über das restliche Jahr der Boden komplett feucht gehaltenwerden.

Klima:
Da das Lang zwischen 7° und 9° nördlicher Breite liegt, zudem südlich der Pazifik und nördlich das Karibische Meer angrenzen ist das Land geprägt von häufigen Regenfällen und durch die äquatornahe Lage von ganzjährig hohen Temperaturen gekennzeichnet.
Teilweise durchziehen massive Gebirgsketten das Land, was ein Abregnen in den Tiefländern zur Folge hat.
Bild(Quelle: http://www.iten-online.ch/klima/amerika ... balboa.htm)

Erfahrungen im Terrarium:
Zimmertemperatur bis hin zu 25°C werden sehr gut angenommen. ein 20x20x20cm großes Terrarium oder vergleichbares Behältnis genügt bei dieser Art. Der Bodengrund sollte zwischen 5-10cm hoch eingebracht werden und grabfähig sein. Die Art nimmt vorgegrabene Bauten an und spinnt diese minimal aus. Die Wohnröhre an sich wird auch nicht groß ausgebaut, sondern eher in der zwei- bis dreifachen Größe des Tieres. Spiderlinge konnte ich gar nicht beim graben beobachten, sie neigen eher zum ausspinnen der Umgebung.
Feuchtigkeit siehe oben.

Verpaarung/Zucht:
Die Verpaarungen fanden bei mir zwischen März und Mai statt. Man muss aufpassen, da die Weibchen dem Männchen gegenüber mit Aggressionen gegenüber treten können. Balzverhalten fand so gut wie gar nicht statt. Das typische zittern konnte beobachtet werden. Die Verpaarungen fanden bei mir Nachts statt und dauerten nur wenige Minuten. Danach trennten sich die Geschlechter sehr zügig.
Danach simuliert man eine Trockenzeit, in der man den Boden nur noch einmal pro Woche rund um den Bau leicht besprüht. Der Rest kann durchtrocknen. Ende Juli fand der Kokonbau statt, die Trockenzeit beibehalten. Der Kokon ist nahezu so groß wie das Weibchen selber. Nach fast vier Wochen fand einen Kokonentnahme statt und es befanden sich Larven im Stadium 2 darin. Allerdings wahren die Temperaturen zu dieser Zeit im Jahr 2015 recht hoch, sodass man auch ruhig ein bis zwei Wochen länger warten kann. Eine Schlupfrate von 100% konnte ich verzeichnen und es befanden sich bereits im ersten Kokon 183 Jungtiere. Man kann sicher davon ausgehen, dass sich das im Alter noch um einige Jungtiere steigern kann. Nach weiteren drei bis vier Wochen fand die Häutung ins erste Nymphenstadium statt. Die Jungtiere messen rund 4 mm im ersten Nymphenstadium

Aufzucht Spinnlinge:
Die Jungtiere sollten einzeln aufgezogen werden. Der Boden sollte ganzjährig leicht feucht gehalten werden. Ich füttere einmal die Woche und die jungen Spinnen gehen immer ans Futter.
Die Aufzucht bereitet keine Probleme. Bei guten Verhältnissen sind die Tiere nach 2-2,5 Jahren ausgewachsen.

Anmerkungen:
Die Art besticht durch ihre Optik, die einfache Haltung und der Tatsache, dass man sie oft zu Gesicht bekommt. Allerdings wird die Art selten nachgezüchtet und angeboten, was hohe Anschaffungskosten zur Folge hat.

Bilder:
Bild
0.1 adult nach der Häutung

Bild
1.0 subadult

Bild
0.0.1 in der ersten FH

Bild
0.1 mit Kokon

Bild
Kokon

Bild
geöffneter Kokon

Habitatbilder:
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Links:
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Literatur:
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